Süd-Indien 2008


In diesem Jahr haben wir uns endlich unseren Traum erfüllt und sind zu einer 14-tägigen Rundreise nach Süd-Indien aufgebrochen.

Am 21. Juli kamen wir in Chennai (Madras) an, wo wir im Accord Metropolitan unser erstes Quartier bezogen.

Krishnadas war unser Chauffeur für die gesamte Zeit und hat uns mit dem "Ambassador" sicher durch Tamil Nadu, Karnataka und Kerala gefahren. Lediglich eine Panne hatten wir auf der Fahrt nach Conoor, das lag an den 36 Haarnadelkurven, die bewirkten, dass die Tankfüllung so schief stand, dass der Schwimmer keinen Kontakt mehr hatte und das Auto einfach stehenblieb. Aber ein hilfsbereiter Inder wusste sofort um das Problem, brachte etwas Kraftstoff und schon ging es weiter.
Wir hatten während der Fahrt vor Ort jeweils einen Guide. Das Englisch war zum Teil sehr schwer zu verstehen und auch die Sprachprobleme zwischen Fahrer und Guide waren interessant. Krishnadas kam aus Kerala, der Guide aus Karnataka, beide sprachen miteinander Tamil oder englisch mit uns. Sehr markant war auch die Abstufung zum Fahrer. Wenn der Guide dabei war, sprach dieser kein Wort mit uns. Aber die Strecken mit ihm allein waren die schönsten, er zeigte uns Dinge, die nicht auf dem Plan standen oder wir hielten einfach an einem indischen "Mc Donald" (!) zum Essen oder bei einer alten Frau an der Strasse auf einen Tschai.

IDie Reise war unwahrscheinlich Interessant , das Land farbenprächtig und die Kluft zwischen arm und reich offensichtlich. Die Leute sind alle freundlich und wollen gerne fotografiert werden und nehmen einen auch schnell bei der Hand, um einen mit auf das Foto zu bekommen - wir wurden öfters für ein Foto hinzugeholt.

Wichtigstes Reiseutensil war für uns Desinfektionsspray und Toillettenpapier, denn unterwegs gab es nur die berühmten "Tritt-Klos". Wir haben alles gut überstanden, wenngleich die Reise teils strapaziös war, in der ersten Woche waren wir jeden Tag in einem anderen Hotel und auf den "Autobahnen" war die Geschwindigkeit teils nur mit 30-40 km/h möglich. Damit ergaben sich lange Zeiten für nach unserer Vorstellung kurze Distanzen (300 km = 7 Stunden Fahrt). Es ist noch kein Vergleich zu deutschen Straßen, wobei der Ausbau voran geht, sehr häufig noch per Hand, die Wanderarbeiter haben ihre Lager an den Baustellen, Frauen schaffen den Sand beiseite und Stahlflechter für die Bewehrungen sind auch am Ort. Aber es gab auch die Baustellen mit modernster Technik - die Gegensätze können nicht größer sein.

Alles in allem war es aber kulturell, landschaftlich und geschichtlich äußerst interessant. Das Essen war lecker,"hot" war immer gut. Und die Vielfalt der Farben und Stoffe der Saris war einfach nur grandios. Indien ist ein Land, auf das man sich vorbereiten muss. Sonst versteht man die Kultur nur schwer.

Sollten wir die Zeit noch einmal finden, ist Indien auf jeden Fall nochmal eine Reise wert. Es war ja nur ein Zipfel des Landes, den wir kennengelernt haben.


21. Juli: Chennai / Tamil Nadu

22. Juli: Chennai - Bengaluru - Chikmagalur / Karnataka

23. Juli: Chikmagalur - Belur - Halebid - Mysore

24. Juli: Mysore - Udagamandalam - Conoor

25. Juli: Udagamandalam (Ooty) - Kochi / Kerala

26. Juli: Kochi - Alappuzha (Allepey)

27. Juli: Alappuzha - Thiruvananthapuram (Trivandrum)

28. Juli: Thiruvananthapuram - Madurai / Tamil Nadu

29. Juli: Madurai

30. Juli: Madurai - Thirumayam Fort - Thanjavur (Tanjur) - Tiruchirapalli /Trichy)

31. Juli: Tiruchirapalli

01. August: Tiruchirapalli - Kumbakonam - Chidarambam - Mamallapuram (Mahalipuram)

02. August: Mamallapuram

03. August: Mamallapuram - Chennai

 

 

 

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